Olymp und Meteora - ein Weg voller Hindernisse

Litochoro und Olymp Als wir am frühen Nachmittag den kleinen Küstenort Litochoro am Fuße des Olymp erreichten, kam uns der dortige Bahnhof irgendwie sehr verlassen vor. Vor dem Gebäude trafen wir einen Interrailer aus Tschechien, der uns mitteilte, dass es in der Nähe zwei Campingplätze gäbe - der eine zwei, der andere drei Kilometer entfernt *schwitz*. Wir machten uns auf den Weg zum nähergelegenen, und nachdem wir dort unser Zelt aufgebaut hatten, wollten wir uns nach dem anstrengenden Weg im Meer erfrischen. Der Strand des Camping Sylvia war zwar nicht besonders sauber, aber zum entspannen reichte es allemal. Am Abend wollten wir endlich mal griechisch essen gehen, zumal wir ja in Griechenland waren. Also gingen wir zum Zentrum des Ortes Plaka, wo wir in einer leider nicht gerade billigen Taverne endlich einmal satt wurden.

Sonntag, 13. 8. 2000
Am nächsten Morgen standen wir zeitig auf, da wir an diesem Tag den Olymp erklimmen wollten. Eigentlich hatten wir geplant, vom Campingplatz mit dem Bus nach Litochoro zu fahren und von dort mit einem Taxi zur Bergstation Prionia, von wo wir dann einige Stunden zurück ins Tal laufen wollten. Aber erstens kommt es anders...
Epinea-Schlucht Als sich herausstellte, dass so schnell kein Bus nach Litochoro fahren würde, weil Sonntag war (was der Campingplatzbesitzer bei seiner Auskunft wohl nicht bedacht hatte), beschlossen wir, uns zu Fuß auf den Weg ins Dorf zu machen. Obwohl es erst zehn Uhr war, war es schon ziemlich heiß, und so kamen wir nach einer knappen Stunde recht erschöpft in Litochoro an. Aber jetzt konnten wir ja erstmal mit dem Taxi weiterfahren - dachten wir. Na gut, wir hätten schon fahren können, das hätte uns dann aber mindestens 6000 Drachmen gekostet. Also beschlossen wir, uns wieder zu Fuß auf den Weg zu machen. Etwa zwei Stunden lang gingen wir die atemberaubende Epinea-Schlucht entlang, die von Litochoro zum Olymp-Massiv führt.
Da wir aber am Nachmittag den Zug nach Larissa nehmen wollten, kehrten wir wieder um und waren gegen 14:30 Uhr zurück in Litochoro. Das dortige Taxiunternehmen machte allerdings gerade Mittagspause, so dass wir noch eine Stunde (in einem Café ;-) ) warten mussten, bis wir zum Campingplatz zurückfahren konnten. Der geplante Zug war dann natürlich schon weg, so dass wir noch ein paar Stunden auf den nächsten warten mussten. Zum Glück hatten wir vorher erfahren, dass man am Bahnsteig winken muss, damit der Zug anhält...
Meteora Gegen 21 Uhr kamen wir schließlich in Larissa an. Von dort wollten wir eigentlich gleich mit dem Bus weiter in Richtung Trikala fahren, aber da es erstens zu spät und zweitens Sonntag war, konnten wir das vergessen. Um die Nacht nicht am Bahnhof von Larissa verbringen zu müssen, beschlossen wir, über Nacht einfach irgendwo hin und von dort gleich wieder zurück zu fahren. Zunächst schien das eine gute Idee gewesen zu sein, da wir auf der Fahrt nach Lianokladi Sitzplätze fanden und ein wenig schlafen konnten. Doch auf der Rückfahrt war der Zug so voll, dass man auf dem Gang nicht einmal mehr gerade stehen konnte.

Montag, 14. 8. 2000
Etwa um sechs Uhr morgens begaben wir uns dann - wieder einmal recht müde - zur Bushaltestelle. Auf dem Weg dorthin wurden wir von streunenden Hunden verfolgt und von Betrunkenen mit Ziegelsteinen beworfen. (Die waren glücklicherweise so betrunken, dass sie nicht mehr sehr gut zielen konnten.)
Nach einer Stunde Busfahrt kamen wir in Trikala an, wo wir gleich in den nächsten Bus nach Kalambaka stiegen. Dort angekommen machten wir uns auf den Weg zu einem empfohlenen Zeltplatz, und nachdem wir dort unser Lager aufgeschlagen hatten, brach Florian wieder nach Trikala auf, um dort in der Nähe seine Verwandten zu besuchen. Jari und ich (Marcus) beschlossen, uns noch ein Bisschen auszuruhen, bevor wir zu den Meteora-Klöstern aufbrechen würden.
Sonnenuntergang in Kalambaka Gegen Mittag machten wir uns dann auf den Weg und begegneten während des Aufstiegs Schildkröten und bedrohlich zischenden Schlangen. Doch die Strapazen wurden belohnt: Auf dem Gipfel eines der Felsen angekommen konnten wir trotz der Touristenmassen eine tolle Aussicht genießen. Am späten Nachmittag kehrten wir dann zum Campingplatz zurück und gönnten uns dort eine Erfrischung im Pool. Abends kam Florian dann von seinen Verwandten zurück, die ihm Unmengen an Verpflegung mitgegeben hatten.

Dienstag, 15. 8. 2000
Wir mussten wieder einmal recht früh aufstehen, da wir den ersten Bus nach Trikala nehmen und von dort weiter nach Larissa fahren wollten. Wir hatten nämlich als nächstes vor, nach Skiathos, einer kleinen Insel vor der griechischen Küste, zu fahren um dort ein paar Tage am Strand zu faulenzen.


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